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Bald ist es geschafft!

So langsam kehrt wirklich Ruhe ein.

Alle Anträge sind ausgefüllt, alle Formulare eingereicht, die letzte Buchhaltung erstellt und weggeschickt. Irgendwie ist die eintretende Ruhe schon ein wenig komisch, oder einfach ungewohnt! Jetzt fehlt mir nur noch der Mietvertrag und der Umzug damit dich endlich alles hinter mir lassen kann.

Es wird Zeit dass ich hier raus komme... weg von der unnützen Arbeit an Haus und Garten und vor allem weg von den Erinnerungen! Na, zumindest weiß ich dass ich wenns losgeht Hilfe habe und somit dann auch alles schnell über die Bühne gehen kann. In der Wohnung muss ja nur gestrichen werden, Fußboden ist dann alles schon neu. Einzig der Küchenumbau macht mir ein wenig Kummer, aber auch dafür wird sich eine Lösung finden. Ich kann es kaum noch erwarten ... ist auch typisch ... ich und Geduld sind zwei Welten die aufeinander prallen

9.5.13 12:19


Rückblick auf die letzten Monate

In den letzten Monaten ist mir Eines ganz besonders aufgefallen. Es ist faszinierend fest zu stellen wie ein einziges Wort die Einstellung von Menschen verändert. Das Wort "Insolvenz" macht plötzlich aus "Freunden" Fremde und ganz selten aus flüchtigen Bekannten wahre Freunde.

Ich weiß es klingt merkwürdig, aber es ist wirklich so. Die meisten meines kleinen Freundeskreises sind plötzlich verschwunden. Da hat auch niemand mehr Zeit um etwas zu unternehmen geschweige denn dass einer davon mal fragt wie es geht oder ob alles in Ordnung ist!

Ich denke auf solche "Freunde" kann man gut und gerne verzichten. Es ist nicht das erste mal dass ich meinen ach so tollen Freundeskreis drastisch ausmiste, denn ich bin nicht bereit für jeden immer da zu sein wenn etwas ist, aber wenn ich selbst jemanden brauche sind alle weg!

Die Tage an denen ich mich gefragt habe ob ich vielleicht nicht gut genug bin habe ich hinter mir gelassen. Mittlerweile weiß ich dass ich hundert mal besser bin als jeder der mich im Stich gelassen, benutzt oder verarscht hat. Das kann nämlich von mir niemand behaupten! Ich war immer da egal ob im Wind oder im Sturm, aber wie sagt man so schön? "Schließe nicht von dir auf andere!" Tja ein Satz den man nicht nur für schlechte Seiten nutzen kann.

 

Doch trotz all dem sehe ich positiv na vorn. Ich bin durch die Insolvenz kein schlechterer Mensch geworden und ich brauche mich auch für nichts zu schämen. Schön ist, dass ich Unterstützung von Seiten bekommen, von denen ich es nie für möglich gehalten habe. Flüchtige Bekannte von denen ich lange nichts gehört habe sind auf einmal da, selbst Kunden haben an mich gedacht. So habe ich mittlerweile die Aussicht auf eine wunderschöne Wohnung und die Möglichkeit mein neues Leben zu beginnen.

 

Es würde eigentlich alles gut aussehen, wenn ich nicht noch mit einer Sache sehr zu kämpfen hätte. Eigentlich ein Unglück was ich nicht hätte verhindern können und doch ist ein Mensch gestorben. Es war ein Schlaganfall mit Blutungen im Gehirn, also etwas was niemand voraussehen kann. Ein Ereignis dass zu jedem Zeitpunkt kommen konnte und doch war es so, dass er in diesem Moment in meinem Auftrag unterwegs war! 3,5 Stunden war er vermisst, saß sterbend in dem Fahrzeug an der Leitplanke und niemand hat es bemerkt! Erst als ich die Polizei alarmiert habe weil ich ihn nicht erreichen konnte wurde er durch Zufall gefunden. Dieses Unglück geschah am 19.04.2013. In der Nacht vom 21.04. auf den 22.04.2013 verstarb er im Krankenhaus und am 26.04.2013 wurde er beerdigt.

 

Irgendwie komme ich damit nicht wirklich zurecht. Ich weiß dass ich es nicht verhindern konnte, aber eine winzig kleine Stimme trichtert mir immer noch ein dass ich ihn nicht hätte los schicken sollen, dann wäre es vielleicht nicht passiert. Ich befürchte, dass dieses noch so einige Zeit an mir nagen wird und auch so die positive Entwicklung bei mir überschattet.

 

Über falsche Freunde und Menschen die einen verletzt haben kommt man irgendwie schneller hinweg. Man zieht die Mauer wieder hoch und wird dadurch nur stärker, aber Gewissenbisse wird man so leicht nicht los!

 
6.5.13 14:18


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